Schluss mit Lustig.

Hier ist es nun zu Ende. Es kümmert sich – einschließlich mir – keiner mehr um den Server. Deshalb bin ich dazu gezwungen, Konsequenzen zu ziehen.

Das Projekt ist beendet, diesmal endgültig.

Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, diesen Server über fast zweieinhalb Jahre zu leiten. Dank des Servers erlernte ich rasant die Funktionsweise von Linux, HTML, CSS und PHP, den Umgang mit Java und MySQL-Datenbanken.
Auf jeden Fall zu erwähnen sei hier vor allem dem Team, welches sich trotz kleinerer oder größerer Probleme immer um alles gekümmert hat – auch wenn ich mal über längere Zeit nicht da war.

Besondern Dank möchte ich an dieser Stelle Kilian, Johannes, Tobias und Andre widmen, die mir schon seither zur Seite gestanden haben und sich über Stunden – wenn nicht sogar Tagelang – mit mir im TS rumgeärgert haben.

Viele, die diese Seite gerade sehen werden eine Erklärung fordern, wieso ich das Projekt aufgebe (es hat mich extrem viel Überwindung gekostet, diesen Schritt zu wagen). Wie bereits erwähnt kümmert sich niemand mehr wirklich um den Server – mich eingeschlossen. Dies hat natürlich Auswirkung auf die Userzahlen, welche verschwindend gering ausfallen. Aber da wäre noch etwas: Minecraft hat bereits vor Monaten seinen wirklichen Reiz verloren und das Spiel wird zunehmend zu einer Geduldsprobe für mich, wenn es darum geht, gemeinsam als Team daran zu arbeiten. Ebenfalls eine gewisse Mitschuld wird mein Verhalten als Teamleiter treffen. Ich bin vielleicht nicht der Beste, der solch eine Aufgabe übernehmen sollte, jedoch behaupte ich auch, dass es durchaus schlechtere gibt (in keinster Weise auf das Team bezogen!). Ich habe den Fehler begangen, ständig alles eingerissen und neu gebaut lassen zu haben – in Form von Relaunches.

Ein weiterer Grund für das Aus ist der finanzielle Aspekt. Geplant als Non-Profit-Projekt funktionierte das ganze bis Anfang 2014. Seitdem gab es keine einzige Spende mehr – unterm Strich ein Verlustgeschäft. Der Server kostet monatlich 35 Euro, welche ich zwar mühelos aufbringen, aber auch anders investieren kann, da ich den Server komplett allein bezahle.
Ferner zu betrachten sei da noch meine Internetleitung. Diese packt aktuell 1Mbit/s. Damit gehöre ich zu den 2% der Bevölkerung, die vom Internet praktisch abgeschnitten sind. Es wird zunehmend schwerer, bei solch einer miserablen Leitung einen Server ordentlich zu verwalten.


Zuletzt noch ein Paar Worte in eigener Sache:
Ich habe mich des Öfteren falsch verhalten. Dies umfasst sowohl meinen Umgang und Ton mit einigen Mitgliedern des Teams als auch meine allgemeine Einstellung zu diversen Dingen. Darunter fallen zum Beispiel meine z.T. völlig überzogenen Reaktionen auf Nervereien und Witze. Ich hoffe dennoch, dass ihr einigermaßen Spaß an der ganzen Sache – und der Zusammenarbeit mit mir – hattet und das ganze rückblickend eine gute Aktion für euch war.
Ebenso hoffe ich, euch indirekt etwas beigebracht haben zu können, was Linux und Servertechnik betrifft. Ich selbst konnte auch von euch extrem viel lernen und mitnehmen, das weiß ich sehr zu schätzen.

Soweit meine offizielle Stellungnahme. Mir selbst bleibt an dieser Stelle nun nichts anderes mehr übrig als schlussendlich und zusammenfassend „Danke“ zu sagen. Danke für über zweieinhalb fantastische Jahre mit euch, sowohl den Usern als auch dem Team. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit, die ich an jenem Spätsommertag im August 2012 nichtmal hätte erahnen können. Ich bedanke mich für die vielen entstandenen Freundschaften – auch wenn es sich dabei meist nur um Stimmen aus einem Lautsprecher handelt.
Und vielleicht trifft man sich ja eines Tages einmal im realen Leben – um doch einmal mehr als die bloße Stimme kennenzulernen.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die mit mir gearbeitet, gezockt, geredet oder die einfach nur meine Nerverei im TS ertragen haben alles Gute für die Zukunft.



(Tim Hentschel)



„Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß Firmenchefs ihren Mitarbeitern immer erst bei der Abschiedsfeier sagen, was für wunderbare Menschen sie sind?“


Unbekannter Verfasser